Eine Frau in schwarzer Sportkleidung beim Training, die körperliche Vitalität durch Hormonersatztherapie repräsentiert.

Hormone regulieren in Essen

Schnelle Termine (nur für Selbstzahler oder privatversicherte Patient:innen)

Ärztliche Online-Beratung und Untersuchungen in unserer Praxis in Berlin Prenzlauer Berg

Coaching auf Nachfrage durch Ärzt:innen für Ihre aktuellen Beschwerden, Bedürfnisse und Lebensqualität Ziele

Vorbeugen durch Voraussicht

Wir verbringen ein Drittel unseres Lebens nach der Menopause (etwa 33 Jahre, ausgehend von einem durchschnittlichen Menopausenalter von 51 und einer Lebenserwartung von 84 Jahren für Frauen in der EU). Zudem können die Symptome der Perimenopause Frauen bis zu 10 Jahre lang belasten. Dies bedeutet, dass wir etwa die Hälfte unseres Lebens mit diversen Beschwerden konfrontiert sind, welche die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit einschränken.

Patientinnen, die eine Hormonersatztherapie (HET) erhalten, beschreiben oft das Gefühl, „wieder sie selbst zu sein“. Daher ist das Finden der korrekten Behandlungsfrequenz und Dosis eine wichtige Investition in die kommenden 30-40 Lebensjahre.

Eine vereinfachte Hilfe zur Selbsteinschätzung, um zu erkennen, welches Hormon niedrig sein könnte:

  • Geringer Progesteronspiegel: Möglicherweise fühlen Sie sich unruhig, reizbar und innerlich getrieben.
  • Geringer Östrogenspiegel: Es kann sein, dass Sie sich trocken, überhitzt und emotional fühlen.
  • Geringer Testosteronspiegel: Eventuell fühlen Sie sich erschöpft, kraftlos und antriebslos.

Bitte bedenken Sie, dass die Symptome und deren Stärke von Frau zu Frau variieren. Zudem existieren Überlappungen oder synergistische Wirkungen zwischen den Hormonen. Das Identifizieren und Behandeln der Symptome ist häufig ein schrittweiser Vorgang.

Ein medizinisches Diagramm, das schwankende Östrogen- und Testosteronspiegel zeigt, die durch eine Hormonersatztherapie reguliert werden.

Hormonelle Dysbalance: Körperweite Symptome

  • Schlaf: Ein geringer Progesteronspiegel führt zu unterbrochenem Schlaf und Aufwachen in der Nacht (durch den Wegfall der beruhigenden GABA-Wirkung); ein niedriger Östrogenspiegel bedingt nächtliches Schwitzen und frühes Aufwachen am Morgen.
  • Stimmung: Ein Mangel an Progesteron kann Reizbarkeit und Ängstlichkeit hervorrufen; ein Östrogenmangel wird mit Depressionen und Freudlosigkeit (Anhedonie) in Verbindung gebracht; ein niedriger Testosteronspiegel mindert die Motivation und das Durchsetzungsvermögen.
  • Menstruationszyklus: Ein Progesteronmangel verursacht starke, irreguläre Blutungen (durch unkontrolliertes Östrogen); ein Östrogenmangel resultiert in kürzeren oder ausfallenden Zyklen.
  • Vasomotorische Beschwerden: Ein geringer Östrogenspiegel ist der primäre Grund für Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen.
  • Libido & sexuelle Funktion: Ein Östrogenmangel führt zu vaginaler Trockenheit und Schmerzen; ein Testosteronmangel ist die Hauptursache für ein reduziertes spontanes sexuelles Verlangen und weniger intensive Orgasmen.
  • Kognitive Symptome: Ein geringer Östrogenspiegel kann „Gehirnnebel“ (Brain Fog) und Erinnerungslücken bewirken; ein Testosteronmangel schwächt das strategische Denken und die mentale Tatkraft.
  • Stoffwechsel: Ein Östrogenmangel begünstigt die Anlagerung von zentralem Fett (Bauchfett) sowie Insulinresistenz; ein Testosteronmangel führt zum Abbau von fettfreier Muskelmasse, was den Grundumsatz reduziert.
  • Haut & Haar: Ein Mangel an Östrogen verringert den Kollagengehalt und die Elastizität der Haut; ein Testosteronmangel kann zu einer Abnahme der Haardichte führen.
  • Knochen & Muskeln: Ein geringer Östrogenspiegel ist ein wesentlicher Faktor bei Osteoporose und Sarkopenie; ein niedriger Testosteronspiegel reduziert die physische Ausdauer und die Muskelkraft.
  • Urogenitale Gesundheit: Ein Östrogenmangel ist die Ursache für das Urogenitale Syndrom der Menopause, das Atrophie, Juckreiz und wiederkehrende Harnwegsinfektionen umfasst.

Der Ablauf der Hormonbehandlung

Die Hormonersatztherapie (HET) ist ein dynamischer und schrittweiser Prozess, der individuell auf Ihre biologischen Gegebenheiten abgestimmt wird. Im Gegensatz zu einer Standardverordnung passt Ihr Arzt die Dosis und den Anwendungszeitpunkt basierend auf Blutwerten und der Entwicklung Ihrer Symptome an. Üblicherweise wird zunächst ein Hormon stabilisiert, bevor ein weiteres ergänzt wird, woraufhin Kontrolluntersuchungen alle 3 bis 6 Monate folgen.

  • Progesteron (oral mikronisiert): Dieses bioidentische Progesteron hat einen pflanzlichen Ursprung und wird vom Körper gut aufgenommen. Die positiven Effekte umfassen den Schutz der Gebärmutterschleimhaut, die Harmonisierung des Hormonhaushalts, die Linderung von Angst und die Förderung des Schlafs. Das übliche Schema empfiehlt 100mg–200mg zur Nacht (wegen der müde machenden Wirkung). Frauen in der Perimenopause verwenden es häufig in der zweiten Zyklushälfte (Tag 14–28), während Frauen mit irregulären Zyklen oder nach der Menopause es durchgehend einnehmen.
  • Estradiol (transdermal): Die Anwendung über die Haut (Gele/Pflaster) ist im Vergleich zur oralen Einnahme von Östrogen sicherer. Während die orale Einnahme das Risiko für Blutgerinnsel vervierfachen kann, belegen Studien (wie z. B. BMJ 2019), dass bei der transdermalen Applikation kein derart erhöhtes Risiko besteht, da der Wirkstoff direkt über die Haut ins Blut gelangt. Zu Beginn werden Gele zur leichten Dosisanpassung genutzt, und eine Besserung der Symptome tritt üblicherweise nach 4–8 Wochen regelmäßiger Anwendung ein.
  • Transdermales Testosteron: Testosteron unterstützt die Libido und das Energieniveau, jedoch sind speziell für Frauen entwickelte Formulierungen außerhalb Australiens kaum verfügbar. Die Dosis ist mit etwa 300mcg/Tag sehr gering, da eine Überdosierung zu Akne oder verstärktem Haarwuchs führen kann.
  • Dehydroepiandrosteron (DHEA): Es wird gelegentlich als Vorläuferhormon eingesetzt, doch die Ergebnisse bei oraler Einnahme sind uneinheitlich. Wichtiger Hinweis: Vaginal angewendetes DHEA dient ausschließlich der Behandlung lokaler Atrophie und nicht dem systemischen Hormonersatz.
  • Ärztliche Begleitung: Jede Form der HET ist verschreibungspflichtig und bedarf einer professionellen medizinischen Überwachung.

Zeitlicher Verlauf der HET-Wirkung

  • Erste Wochen Eventuell spüren Sie eine erste, leichte Besserung von Symptomen, etwa bei Schlaf, Stimmung oder Energielevel. Dies ist abhängig vom Hormon, mit dem die Therapie beginnt. Progesteron entfaltet seine Wirkung rascher, wohingegen bei Estradiol erst nach 2 bis 4 Wochen mit ersten Effekten zu rechnen ist. Sie entwickeln eine persönliche Routine für die Anwendung (Zeitpunkt, Art und Ort).
  • 1 bis 3 Monate In dieser Phase wird die Dosierung erprobt, denn die Behandlung wird individuell an Ihre Symptome angepasst. Kehren Beschwerden zurück, wird die Dosis erhöht. Treten Brustspannen oder Migräne auf, wird eine Reduzierung des Östrogens in Erwägung gezogen. Im Idealfall stabilisieren sich Stimmungsschwankungen und das Energieniveau verbessert sich. Beschwerden wie Hitzewallungen oder nächtliches Schwitzen sollten seltener auftreten.
  • 3 bis 6 Monate Die meisten Patientinnen erfahren in diesem Zeitraum eine signifikante Besserung, da transdermal verabreichtes Estradiol und Testosteron Zeit benötigen, um ihre volle Wirkung zu zeigen. Symptome wie Hitzewallungen, Nachtschweiß und vaginale Trockenheit gehen oft stark zurück, und emotionale Schwankungen treten deutlich seltener auf.
  • 6 bis 12 Monate Nun profitieren Sie vom vollen Behandlungseffekt und spüren eine Steigerung Ihrer Lebensqualität. Sie erkennen, dass weiterhin Anpassungen nötig sein können und lernen, die Dosis oder die Anwendungsform entsprechend zu justieren.
  • Ab dem 13. Monat Auf lange Sicht kommen weitere positive Effekte hinzu, wie eine erhöhte Knochendichte (was das Osteoporoserisiko senkt) und eine verbesserte Herz-Kreislauf-Gesundheit, was zu einem gesunden Altern beiträgt. Bitte berücksichtigen Sie, dass diese Vorteile nur in Kombination mit Kraftsport, einer ausgewogenen Ernährung und genügend Protein erzielt werden.

Nächste Schritte

In der Longevity Practice legen wir den Fokus darauf, Risiken zu erkennen, ehe daraus gesundheitliche Probleme entstehen – mittels frühzeitiger und präziser Diagnostik. Wir reagieren nicht erst auf Krankheiten, sondern entwickeln stattdessen klare, individualisierte Pläne zum langfristigen Gesundheitserhalt. Wir möchten jedem Patienten ein fundiertes Verständnis des eigenen Körpers ermöglichen und ihm konkrete, heute umsetzbare Handlungsschritte an die Hand geben. Indem wir Prävention und Transparenz in den Vordergrund stellen, unterstützen wir Patienten dabei, die Grundlage für ein längeres und gesünderes Leben zu schaffen.

Entdecken Sie, ob unser Ansatz zu Ihnen passt. Reservieren Sie Ihre Beratung online und buchen Sie einen Termin.

Evidenzbasierte Langlebigkeit In Essen

In unserer Praxis setzen wir ausschließlich auf evidenzbasierte Methoden und medizinische Diagnostik, deren Wirksamkeit wissenschaftlich belegt ist. Unser Fokus liegt auf der Prävention der ‚vier Reiter des Alterns‘ – Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, metabolische Dysfunktionen und Neurodegeneration – und nicht auf kurzlebigen Trends wie epigenetischen Alterstests oder Wellness-Infusionen. Unsere Präventionsstrategie umfasst individuell abgestimmte Bewegung, Ernährung, Schlaf und mentale Gesundheit sowie – wenn erforderlich – eine unterstützende Begleitung durch Supplemente und Medikamente.

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Kosten für eine Fokus Sitzung zur Hormonersatztherapie in Essen

Die Kosten für eine Fokus Sitzung zur Hormonersatztherapie basieren auf dem deutschen Gesundheitspreissystem (GOÄ – Gebührenordnung für Ärzte). Wir möchten Sie jedoch dazu ermutigen, nicht nur bei der Beratung stehenzubleiben, sondern Ihre vollständige Longevity Reise mit uns zu beginnen. So sieht unser Protokoll aus:

Fokus Sitzung zur Hormonersatztherapie
199€
Ziel: Durchführung eines umfassenden Hormonpanels sowie einer Risiko Nutzen Analyse, um ein personalisiertes HET Protokoll und eine gezielte Behandlungsstrategie zu entwickeln.
Dauer: 45 Minuten
Vollständiger Diagnostiktermin
1,399€
Ziel: Aufbau einer datenbasierten biologischen Ausgangsbasis zur Ermöglichung personalisierter Spitzenleistung und langfristiger Gesundheitsoptimierung.
Dauer: 3 Stunden
Einführungsgespräch
0€
Vereinbaren Sie ein kurzes Videogespräch, um mehr über die Leistungen und den Ansatz von The Longevity Practice zu erfahren.
Dauer: 15 Minuten

Empfehlungen

Was unsere Kunden über uns sagen

Julia, 46 – HET & Strength
Als ich sah, wie viel Muskelmasse ich verloren hatte, verstand ich endlich, warum ich mich schwächer fühlte. Es dauerte länger, als ich erwartet hatte, meine Hormonwerte richtig einzustellen, aber sobald sie stabil waren, verbesserten sich mein Schlaf und meine tägliche Energie dramatisch. Das in Kombination mit regelmäßigem Krafttraining hat mich im Alltag spürbar stärker und widerstandsfähiger gemacht.
Anna, 44 – HET & Schlaf
Ich habe nie gemerkt, wie sehr meine Hormone meinen Schlaf beeinflusst haben, bis ich Progesteron genommen habe. Nachdem ich meine Therapie angepasst und meinen Schlaf sechs Wochen lang getrackt hatte, bin ich davon weggekommen, vier oder fünf Mal pro Nacht aufzuwachen, hin dazu, fast jede Nacht durchzuschlafen. Es ist so eine Erleichterung, endlich aufzuwachen und sich ausgeruht und bereit für den Tag zu fühlen.
Pia, 45 – Menopause & Brain Fog
Ich dachte, ich würde den Verstand verlieren. Ich vergaß mitten im Satz einfache Wörter. Zu erkennen, dass es einfach nur der Östrogenabfall war, war eine riesige Erleichterung.
Anna, 49 – Menopause & Schlaf
Die Nachtschweißattacken waren brutal—ich bin jede einzelne Nacht klatschnass und völlig erschöpft aufgewacht. Ich war meiner Familie gegenüber so gereizt. Als ich meine Hormone ins Gleichgewicht gebracht hatte, bekam ich endlich meinen Schlaf zurück.
Anita, 54 – Menopause & Angst
Niemand hat mir von den plötzlichen Herzklopfen und der Angst erzählt. Ich war ohne jeden Grund angespannt. Zu lernen, dass es hormonell bedingt war, ergab so viel Sinn.